Iris Strecker hat uns einige ihrer bemerkenswerten Gedichte geschenkt. Sie war Mitglied einer Glaubensgemeinschaft, die ihrer seelischen  Entwicklung geschadet hat. Es war nicht die ICOC, jedoch findet man in den Texten von Iris Strecker viele Parallelen zur ICOC.


 

    Niemals mehr soll sich ein Mitmensch

    das Recht nehmen dürfen, über mich,

    mein Denken, Reden und Handeln

    zu bestimmen oder zu urteilen.

    Wen ich -ausser Gott- als Autorität anerkenne,

    bestimme ICH!

     

    Keine sogenannte Schwester, kein sogenannter Bruder

    kann für sich in Anspruch nehmen

    sie/er hätte das Recht für mich zu entscheiden,

    was ich zu tun oder zu lassen habe.

    Woher sollten sie sich dieses Recht nehmen,

    wenn ich es ihnen nicht einräume?

    Mit dieser festen Überzeugung

    falle ich komplett aus dem Einflussbereich

    der sich selbst autorisiert fühlenden Personen heraus.

     

    Ich lebe in einer Demokratie

    als freier Mensch.

    Ich kann mich freiwillig entscheiden

    einer Gruppe anzugehören,

    was die Möglichkeit beinhaltet,

    diese Gruppe auch wieder zu verlassen,

    ohne dafür eine Rechtfertigung geben zu müssen!

    Iris Strecker

 

 

    Sie hatten nicht recht,

    heute weiß ich es.

    Ich weiß nicht

    wieso sie Dinge sagten

    die mich quälten,

    wieso sie ein Bild von Dir haben,

     als wärst Du ein quälender Gott.

    Aber heute weiß ich,

    sie hatten nicht recht!

    Iris Strecker

     

 

    euer leben ist mir zu eng

    ich will es nicht haben

    nicht geschenkt

    und nicht aufgezwungen

    behaltet es doch

    wenn es euch so gut gefällt

    Iris Strecker