Der nachfolgende Text wurde für ein Flugblatt zur Information über die Boston-Church in Berlin entworfen. Die  Flugblätter wurden zu verschiedenen Terminen in den vergangenen Jahren vorrangig zu Semesterbeginn an allen Universitäten der Stadt verteilt bzw. ausgelegt.

Neben Berlin (Hauptsitz bzw. –verwaltung) existieren derzeit  noch „Gemeinden“ in Düsseldorf, Köln und München. Den großspurigen Expansionsplänen folgend, hätten bis zum Jahr 2000 „Gemeinden“ in allen Bundesländern ihre „Werbeaktivitäten“ aufgenommen.


WARNUNG - INFORMATION - WARNUNG - INFORMATION - WARNUNG

 

der AussteigerInnen der International-Churches-of-Christ

(Boston Movement des Kip McKean)
die ICOC agiert in Berlin als Verein unter dem Namen:

„Internationale Gemeinde Christi e.V.“

(vormals: „Gemeinde Jesu Christi Berlin e.V.“)

(z.Zt. als Untermieter in der „Neuen-Nazarethkirche“ am Leopold-Platz in Berlin-Wedding)

 

Unsere Erfahrungen – Unsere Erfahrungen – Unsere Erfahrungen – Unsere Erfahrungen

Diese Religionsgemeinschaft

  • ist organisiert als eingetragener Verein (gegr. 1991)
  • wirbt sehr aktiv unter Studenten an allen Universitäten sowie in Sport- und Tanzstudios
  • verspricht „tiefe Freundschaften“
  • führt ein gezieltes Anwerbeprogramm durch, was als „Bibelstudium“ getarnt wird
  • arbeitet mit bedenklichen subtilen Methoden bis hin zur totalen Vereinnahmung
  • stellt sich u.a. als „Gemeinde Christi“/„Studentische christliche Gemeinde“/ „CAMPUS Berlin“ vor, was zur Verwechslung mit renommierten Religionsgemeinschaften führt
  • verweigert eine offene kritische Auseinandersetzung mit ihrer (eigenen) Lehre
  • verurteilt Andersdenkende und bringt Kritiker in Verruf
  •  

    Der Beitritt

  • setzt die „Aufgabe der eigenen Persönlichkeit“ voraus
  • beinhaltet bedingungslose Unterordnung unter die Leiter (Hirte, Jüngerschaftsleiter)
  • führt zu einer emotionalen, geistigen und religiösen Abhängigkeit
  • bedeutet eine von der Leitung bestimmte Partnerzuweisung und kontrollierte Sexualität
  • zwingt zur Zahlung von mindestens 10% des Bruttoeinkommens (Mitgliedsbeitrag?!)
  • hat die radikale Entfernung vom alten sozialen Umfeld zur Folge
  • verpflichtet zur unablässigen „Mission“ (Anwerbung neuer Mitglieder)
  • geht einher mit der Aufgabe von alten Interessen (Studienfach, Hobbies)
  •  

    Anwerbungsversuche erfolgen bevorzugt auf dem Campus, in der U+S-Bahn, in Bussen, auf der Straße, über Einladungen

  • zu Parties, Semesteranfangsfeten, Grillabenden oder sonst. Freizeitaktivitäten
  • zum Mitwohnen in einer WG
  • zum „Bibelstudium mit Freunden“
  • zu „tollen internationalen Gottesdiensten“ (mit Kinderbetreuung)
  •  

    Stark im Vordergrund steht zunächst der Aufbau einer engen „freundschaftlichen“ Bindung an die Kontaktperson.

    „Gemeindeleiter“ ist wahrscheinlich noch der Chemiker Dean Farmer. Die Gottesdienste finden derzeit bei den Pfingstlern in der Neuen-Nazareth-Kirche am Leopoldplatz statt. Bibelkreise werden in studentischen Wohngemeinschaften abgehalten. Es werden Geldsammlungen für den hauseigenen Verein  „HOPE worldwide Deutschland e.V.“ durchgeführt. Dieser Verein betreibt eine Seniorentagesstätte in der Hobrechtstraße 23 in Berlin-Neukölln. Die Mittelverwendung ist nicht nachvollziehbar.

    I nformation - C oncerning - O ne - C ult

    Mail: aussteigen@icoc.de

    Unsere Beurteilung dieser christlichen Sekte:

    Die Gruppe hat eine hierarchisch autoritäre Struktur und das Gedankengut trägt stellenweise totalitäre Züge. Wir möchten vor dieser Gruppe warnen und jeden, der angesprochen wird, dringend auffordern die Ziele und Lehre (Ideologie) kritisch zu prüfen und zu hinterfragen!

     

    Achtung Studierende an der FU, TU und HU:

    Die ICOC - Berlin unterhält an allen Universitäten der Stadt „Werbeteams“, die jeweils von einem Mitglied (z.T. exmatrikuliert) geführt werden. Nach dem Prinzip der „One-to-One Mission“ sprechen die Mitglieder der ICOC gezielt Studierende während des Tagesbetriebes an allen Orten auf dem Campus an. Oft wird zu einem Gottesdienst oder einem Bibelkreis eingeladen. Es kann aber auch ein scheinbar zwangloses Treffen in einer studentischen WG sein, mit dem ICOC versucht, neue Mitglieder zu rekrutieren. An der FU besteht seit 1997 für alle Glaubensgemeinschaften ein Werbeverbot auf dem Campus (Beschluß des akademischen Senats der FU).

    Die Betroffenheit ist gerade in Berlin, dem Sitz des europäischen Hauptquartiers der ICOC, sehr groß. Die ICOC gehört zu den derzeit am aggressivsten werbenden Sekten.

     

    Aus der Presse:

    20. Oktober 1997 - Berliner Zeitung
    Autor: Frank Nordhausen

    „Sünde führt zum See mit brennendem Schwefel“ - Auszug: „(...) Den evangelischen Sektenbeauftragten erreichten allein im vergangenen Jahr „mehr als fünfzig Anfragen“ besorgter Angehöriger, deren Kinder oder Partner sich total verändert haben, seit sie zur Boston Church gehören. (...) Sekten und Psycho-Gruppen haben aus dem gleichen Grund Erfolg wie Neo-Nationalisten und Rechtsradikale: Sie geben Ziele, Wärme, Rückendeckung. Sie besitzen simple Lösungen für jedes nur denkbare Problem. Sie kennen die Ursache des Bösen und sagen, was zu tun ist. Aber sie verraten niemals den Preis, den der Eintritt ins künstliche Paradies häufig kostet: die psychische, körperliche und finanzielle Unterwerfung. (...)“

    12. Juli 1998 - Tagesspiegel - Berlin

    Autor: Lars von Törne

     „Soviel Aufmerksamkeit wird dem Kirchgänger sonst nicht zuteil“ -  Auszug: „(...) Gleichzeitig steht die Gemeinde und die hinter ihr stehenden amerikanischen International Churches of Christ in der Kritik. Ex-Mitglieder berichten von psychischem Druck, Unterordnung und Abhängigkeit. Immer wieder wird die Gruppe als Sekte  oder Extremgruppe bezeichnet. (...)“

    21. Februar 2000 - BZ - Berliner Zeitung

    Autorin: Maxi Merkel

     „Berliner Sektenbeauftragter warnt vor: Jesu Christi Berlin e.V.“ - Auszug: „Sie nennen sich „Gemeinde Jesu Christi Berlin e.V.“ Sie behaupten die einzig wahren Christen auf der ganzen Welt zu sein. (...) Harmlos fängt es an. Mit Partys, Videoabenden, Grillfesten. Das Operationsgebiet der selbsternannten Jesu-Jünger: die Universitäten. (...)“

    17. Mai 2000 - Men’s Health - Magazin - Ausgabe Juni 2000 - Autorin: Martina Hinz

    „Sie sagten Himmel, es war die Hölle“ Auszug: „(...) Sie schleichen sich in das Leben. Machen sich breit und unverzichtbar. Dann beginnt der Horror: totale Kontrolle, psychischer Druck und finanzielle Abhängigkeit. Ein Mann in den Fängen einer Sekte und sein langer Weg zurück in die Freiheit. (...) Es beginnt mit netten Gesprächen. Als erstes holen sie sich seine Zeit. Die Sekte kontrolliert sein Leben. Die Zweifel werden stärker. Ein Nervenkrieg beginnt. Sie lassen ihn nicht los. Man muß was tun. (...)

    -----------------------------------------------------------------

    www.icoc.de

    Juli 2001 - bus - berlins-universellem-studentenmagazin - Autorin: Frauke Lüchow

    „Wahre Christen oder Psychosekte? - Die Internationale Kirche Christi wirbt auf jedem Campus“ - Auszug: (...) Ich surfte ein wenig und wurde fündig: Aufgelistet mit anderen Sekten, u.a. auch Mun oder Scientology, wird die "International Church of Christ" genau beschrieben. Was ich las, erschreckte mich, und einiges erschien mir plötzlich in neuem Licht. Laut dieser Websites, die unter anderem vom Berliner Senat und von Aussteigern veröffentlicht werden, ist die ICoC aus der Boston Church of  Christ entstanden, die 1979 von dem Amerikaner Kip McKean gegründet wurde (...)“.

    Weitere Infos im Internet:

    www.exicoc.org

    www.reveal.org

    www.rightcyberup.org

    www.tolc.org

    oder bei der ICOC selbst

    www.icoc.org

    www.igchristi.org

    Kontakt und weitere Informationen:

    AG - Arbeitsgemeinschaft AussteigerInnen

    der Internationalen Gemeinden Christi - www.ICOC.de

    c/o EBI - Berlin-Brandenburg - Heimat 27 - 14165 Berlin

    Eltern- und Betroffeneninitiative gegen psychische Abhängigkeit - für geistige Freiheit e.V.

    Telefon: 030 - 454 1986 oder 030 - 818 32 11 - E-Mail: aussteigen@icoc.de

    Auch die Senatsverwaltung für Jugend und Familie hat bereits vor den Aktivitäten dieser Gruppe gewarnt! Info-Telefon: 9026 - 5574 (9.00 - 11.00 Uhr)