25.11.2003

Kaum mehr als 40 Mitglieder soll die Düsseldorfer Gruppe der ICOC stark sein. Die Leitung hat nach der Lektüre des Kriete Briefes zunächst (im Sommer) eine Auszeit genommen. Ob und wenn wo die Düsseldorfer ihre Veranstaltungen abhalten, kann derzeit nicht ermittelt werden.

Mal wieder in Düsseldorf

Folgt man der Ansage der ICOC-Service-Hotline, findet die sonntägliche Veranstaltung unter dem Titel „Gottesdienst“ um 10.30 Uhr im Eisenbahnersportverein am Flinger Broich statt.

Wie im letzten Jahr bekannt wurde, hat der Verein „Internationale Gemeinde Christi e.V.“ (mit Sitz in Berlin) Räume einer ehemaligen Seniorentagesstätte in der Höhenstraße 1 angemietet. In Bahnhofsnähe gelegen, scheint dort sonntags auch etwas los zu sein. Gegen 15.00 Uhr am 9.2.2003 verließen einige jüngere Leute das Gebäude und im Innern sah man Kinder und eine Garderobe mit einigen Mänteln und Jacken.

Nichts deutet darauf hin, dass sich hier die ICOC in irgendeiner Form eingemietet hat. Kein Schild vorhanden – auf der Klingel steht (noch) „Seniorentagesstätte“ oder so ähnlich. Leider hatte ich keine Gelegenheit (und ehrlich gesagt auch keine Lust), zu überprüfen, ob tatsächlich um 10.30 Uhr der „Gottesdienst“ stattfindet. So kann ich nicht sagen, ob die Ansage über die Hotline überhaupt noch aktuell ist.

Auf Anfrage hat die Düsseldorfer Wohnungsbaugesellschaft (als Vermieter des Objektes in der Höhenstraße) mitgeteilt, dass die Mieter (ICOC-Berlin) auf der Suche nach größeren Räumen waren. Bedauerlicherweise hat der Sektenbeauftragte der Stadt Düsseldorf, keine Bedenken gegen eine Vermietung an die ICOC geäußert.

Bei allen Ungereimtheiten und Merkwürdigkeiten frage ich mich auch an dieser Stelle, warum operiert die ICOC verdeckt, versteckt und hinter geschlossenen Vorhängen?! Mit ernsthaften Absichten, Menschen in Düsseldorf und anderswo ein christliches Zuhause bzw. Umfeld zu bieten, kann das nichts zu tun haben.

Die ICOC scheint mit sich selbst nicht im Reinen zu sein. Nach wie vor gibt es keine wirklichen Kontakte zu anderen Christen. Die große Krise, in der sich die ICOC weltweit befinden muss, lastet wohl stark auch auf den Anhängern in Düsseldorf. Niemand erwartet eine Öffnung – zum Leidwesen der häufig sehr engagierten Anhänger, die dadurch in ihrem Handeln wie gelähmt wirken.

Die Angst vor einer kritischen Betrachtung und die damit verbundene Unfähigkeit sich aus den verkrusteten Strukturen und der verfahrenen Führungssituation einer religiösen Extremgruppe zu lösen, bringt Unruhe in die Gruppe.

Letztlich läuft die ICOC Gefahr, zu mindestens in Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Raum, als Angebot unter vielen, zur Bedeutungslosigkeit zu gelangen.

Helmut Schmidt, 11.2.2003

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Nun ist es amtlich - am 20. Oktober 2002 werden die neuen Räume in Düsseldorf - Höhenstraße, mit einer Party eingeweiht. Der ICOC ist es gelungen, eine Immobilie der Städtischen Wohnungsgesellschaft anzumieten. Es handelt sich um ein ehemaliges Seniorenzentrum. Der Vermieter ist über den Hintergrund des Mieters informiert.

13.10.2002

Der Tagungsort  der ICOC in Düsseldorf hat seit Pfingsten 1995 recht häufig gewechselt. Mal ist man aus einem städtischen Kino rausgeflogen, mal aus der Jugendherberge in Oberkassel. Eine freie evangelische Gemeinde hatte sich auch mal von der ICOC neppen lassen, aber bald wieder einen Rückzieher gemacht. Das Hotel IBIS im Düsseldorfer Hauptbahnhof bot der ICOC für wenige Wochen Obdach, danach versuchte man es bei der Deutschen Bahn. Nunmehr ist die ICOC - Düsseldorf im Eisenbahnersportverein im Flingerbroich 189 angekommen. Wird wohl auch nur eine Zwischenstation sein, denn eines ist Gewiß: Sobald der Vermieter von der wahren Herkunft der ICOC erfährt, ändert sich die Gastfreundschaft und selbst mit Geld ist nichts zu erreichen.

H.S. 19.1.2002

Bei meinem letzten Besuch in Düsseldorf (ich bin dort geboren und getauft) habe ich das neue Objekt am Flingerbroich 189 erkundet. Es handelt sich um ein Gebäude, das in der Nähe des Fortuna-Stadions vom Eisenbahnersportverein, Sektion Tennis, unterhalten wird. Sollte sich bei den weiteren Recherchen herausstellen, daß die Stadt Düsseldorf an dieser Sache “Aktien” hält, dann wird es mal wieder spannend - und Zeit für den WDR darüber zu berichten.

H.S. 20.3.2002